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Neue Instagram-Funktion: „Elternaufsicht“ für Eltern

Marlene Feller
Ein junge und sein Vater sitzen auf dem Sofa. Der Junge zeigt seinem Vater etwas auf seinem Smartphone.

Die neue Instagram-Funktion soll mehr Transparenz und Kontrolle über das Nutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen schaffen. | EPlus via GettyImages

Erziehungsberechtigte sollen stärker in das Nutzungserlebnis ihrer Kinder auf Instagram involviert werden

Was macht mein Kind eigentlich auf Instagram? Wie viel Zeit verbringt es dort tagsüber und mit welchen Personen und Inhalten kommt es auf der Plattform in Kontakt? Mit der neuen Funktion „Elternaufsicht“ möchte Instagram die Aktivitäten von Kindern für Erziehungsberechtigte transparenter machen. Was die neue Funktion kann und wo sie auf ihre Grenzen stößt.

So funktioniert die Elternaufsicht

Eltern sind auf das Mitwirken ihrer Kinder angewiesen. Denn es müssen beide Seiten zustimmen. Kinder müssen ihre Eltern über die App dazu „einladen“, das Kinderkonto zu verwalten, oder die Anfrage der Eltern für den Zugriff auf das Konto annehmen. Was bedeutet: Auch die Erziehungsberechtigten benötigen einen Instagram-Account. Eltern erhalten nach der Zustimmung ihrer Kinder Einsicht in weite Teile deren Social Media-Aktivitäten. Mit der Elternaufsichts-Funktion können Eltern:

  • Einen Überblick über die Follower der Kinder erhalten, sowie wöchentliche Benachrichtigungen, wenn ein neuer Kontakt hinzukommt
  • sehen, wie lange ihr Kind in der letzten Woche online war
  • Zeitlimits setzen und Pausenzeiten einstellen
  • gemeldete Inhalte und Accounts überprüfen

Per Klick lässt sich die "Elternaufsicht" wieder beenden. Wenn ein Teenager 18 wird, endet die Funktion automatisch, so Instagram.

Grenzen der Funktion: Nicht alles ist transparent

Die Funktion hat aber auch ihre Grenzen. Eltern können keine privaten Nachrichten ihrer Kinder lesen und auch nicht ihr Konto löschen. Auch der Suchverlauf bleibt den Erziehungsverantwortlichen verborgen. Wenn das Kind einem privaten Account folgt, können Eltern zudem die geposteten Inhalte des Accounts nicht sehen. Aktuell haben Erziehungsverantwortliche auch noch nicht die Möglichkeit, weitere Sicherheitseinstellungen für ihre Kinder zu verwalten.

 

Eine blonde Frau sitzt am Fenster und schaut auf ihr iPad.

Auch Eltern ohne Instagram-Account können die Inhalte des Medienkompetenz-Hubs nutzen. | GettyImages EPlus

Medienkompetenz-Hub für Eltern und Erziehungsberechtigte

Instagram hat mit den neuen Funktionen auch einen Medienkompetenz-Hub eingerichtet. Das ist eine Plattform, die hilfreiche Artikel, Videos und Tipps, wie beispielsweise Anregungen für Gespräche mit Kindern und Jugendliche über soziale Medien beinhaltet. Die Seite kann sowohl aus der Instagram-App geöffnet werden, als auch extern ohne Instagram-Konto.

Die neuen Funktionen der „Elternaufsicht“ können Erziehungsberechtigte also dabei unterstützen, die Plattform Instagram besser zu verstehen und mit ihren Kindern über Nutzungszeiten, Online-Bekanntschaften und belastende Inhalte ins Gespräch zu kommen. Eine hundertprozentige Kontrolle über das Nutzungsverhalten der der Kinder und Jugendliche bietet sie jedoch nicht. dpa

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Marlene Feller

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