Dienstagskino: Religions - und Frömmigkeitsgeschichte im Zeitspiegel des Films

La dolce Vita/ Das süße Leben

Marcello Mastroianni verkörpert den Enthüllungsjournalisten Marcello Rubini. Dieser fühllt sich eigentlich zum Schriftsteller berufen, aber im Auftrag seiner Zeitung verfaßt er Kolumnen über das nächtliche mondäne Treiben der römischen Oberschicht. Angesichts der Oberflächlichkeit der menschlichen Verbindungen versucht er seinem Leben eine tiefere Wahrhaftigkeit zu verleihen. Gespräche mit seinem großen Vorbild, dem Intellektuellen Steiner, dienen der Durchdringung seiner Persönlichkeit. Doch auch dieser ergreift die Gelegenheit zur Lebensflucht. Rubini bleibt der Chronist einer Gesellschaftsschicht, deren unlautere Beziehungsgeflechte er eigentlich ablehnt. Fellinis Meisterwerk, ein Porträt Roms und seiner Bewohner, verbindet das Hohe und Niedere auf elegante und subtile Art und Weise und veranschaulicht die conditio humaine der italienischen Nachkriegsgesellschaft.

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