Dienstagskino: Religions- und Frömmigkeitsgeschichte im Zeitspiegel des Films

Tagebuch einer Verlorenen (Stummfilm 1929)

Der Film erzählt die Passion der Kleinbürgerin Marie Henning, genannt „Thymian“. Gegen ihren Willen schwanger wird sie von ihrer Familie in eine Besserungsanstalt gebracht. Als „gefallener Engel“ widerfährt ihr dort von Seiten der Anstaltsleitung nur Pein und Ungemach. Mithilfe einer Leidensgenossin und eines mittellosen Adligen gelingt ihr die Flucht. Es bleibt ihr jedoch verwehrt, in der bürgerlichen Welt Fuß zu fassen. Am Ende schließt sie sich ihrer Freundin an und arbeitet als Edelprostituierte in einem Bordell. Mithilfe einer unerwarteten Erbschaft ändert sich ihr Los, und sie vermag es, ihrem alten Leben den Rücken zu kehren. Nobilitiert widmet sie ihre restliche Lebenszeit der Philanthropie.

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