Neugier kann helfen - medienvisionäre Fachtagung #2

Nach dem gelungenen Start 2018 freuen wir uns sehr, Sie zur nächsten Fachtagung des MedienNetzWerks Karlsruhe (MNW) am Donnerstag, 11. April 2019 von 9:00 bis 16:00 Uhr in den Räumen des Stadtmedienzentrums Karlsruhe einladen zu können. Wir beschäftigen uns bei dieser Veranstaltung – wie immer visionär – z.B. mit dem Thema „Apps“ und medialen Gewohnheiten wie „Binge-Watching“. 

Das MedienNetzWerk Karlsruhe ist ein Zusammenschluss verschiedener Institutionen mit einer breiten Palette unterschiedlicher Angebote im Bereich Medien. Hierzu zählen u.a. Beratung, Informations- und Wissensvermittlung sowie Veranstaltungen zum Thema.

Mitglieder sind der Stadtjugendausschuss e.V., Jugendhilfe – Jugendschutz Stadt Karlsruhe, das Stadtmedienzentrum Karlsruhe (SMZ), das LandesNetzWerk, die Stadtbibliothek/Jugendbibliothek und das ZKM/Museumskommunikation.

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Programm

Hier finden Sie das Programm zum Download!

 

9.00 Begrüßung/Das MNW stellt sich vor

9.30-10.30 Keynote-Vortrag

Großartige User Experience & Responsible Technology 
Wie werden junge Nutzer*innen für Apps begeistert und was wir dabei beachten sollten. 

Während die Aufmerksamkeits-Spanne junger Nutzer immer kürzer wird steigt gleichzeitig das Angebot an Apps und somit die Konkurrenz um diese Aufmerksamkeit. Wie werden Apps entwickelt, die diese Zielgruppe gerne nutzt? Welche Mechanismen werden heute schon eingesetzt, um gerade diese jungen Nutzer für mobile Software zu begeistern? Und was können wir von ausgewählten Best Practices lernen? Wo stecken aber auch Gefahren in diesen Mechanismen? Welche Konsequenzen hat der Kampf um die Aufmerksamkeit für diese Nutzer? Und wie können wir das Spagat zwischen einer großartigen User Experience und Responsible Technology schaffen? Die Keynote widmet sich diesen Fragen und gibt Impulse, die in den weiteren Sessions des Tages vertieft werden.

Seit fast 10 Jahren arbeitet Kira Tschierschke als Markenstrategin und User Researcherin branchenübergreifend in digitalen Produktentwicklungs-Projekten. In ihrer Arbeit nutzt sie Methodiken wie Qualitative Tiefeninterviews und Usability Testings, um die wahren Bedürfnisse von Nutzern zu entdecken und Produkte zu gestalten, die Menschen echten Mehrwert bringen. Der Diskurs und die Aufklärung über gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung sind ihr ein persönliches Anliegen. Sie glaubt, dass die Befähigung zu einem verantwortungsvollen Umgang mit dieser Technologie ein Schlüsselmoment in dieser Entwicklung ist und möchte ihren Teil beitragen.

10.30-11.00 Kaffeepause

11.00-12.30 WS1 / WS2 / WS3 parallel

WS1 Binge Watching 

Binge-Watching – das Schauen mehrerer Folgen einer Serie am Stück – hat sich zu einem prävalenten Rezeptionsphänomen von medialen Unterhaltungsangeboten entwickelt. 
Die spezielle Rezeptionsweise serieller Inhalte, die vor allem durch die Etablierung non-linearer Video-on-Demand-Dienste vorangetrieben wurde, hat insbesondere das Mediennutzungsverhalten der jungen, internetaffinen Zielgruppe revolutioniert: Binge-Watching ist zu einer allgegenwärtigen Verhaltensweise geworden und hat längst Einzug in die Alltagssprache der Rezipienten gehalten. Auch in den Medien ist der Begriff zunehmend zu einem Diskussionsgegenstand geworden, meist negativ konnotiert. Was genau ist Binge-Watching? Was macht die Nutzungsweise aus und was führt zum Binge-Watching? Ist die negative Konnotation gerechtfertigt? Welchen Einfluss kann Binge-Watching auf das Wohlbefinden der Nutzer haben? Wie bedingen sich die Nutzungsweise und die Produktionsart von Inhalten gegenseitig? Diese und andere Fragen sollen im Workshop diskutiert werden. 

Viola Granow ist Referentin der Programmgeschäftsführung bei funk, dem Content-Netzwerk von ARD und ZDF für 14- bis 29-Jährige. Zuvor arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Publizistik der Uni Mainz. Ihr Studium in den Fächern Publizistik und Soziologie (B.A.) sowie Kommunikations- und Medienforschung (M.A.) absolvierte sie in Mainz und Paris. Ihre Masterarbeit verfasste sie zum Thema „Binge-Watching und psychologisches Wohlbefinden“. Weitere Interessen- und Forschungsschwerpunkte liegen in den Gebieten der Rezeptions- und Wirkungsforschung sowie der Journalismusforschung.

WS2: Virtuelle Realität – Doch mehr als nur eine Trenderscheinung

Viele Menschen bringen den Begriff VR zunächst mit Games Verbindung. Doch findet VR tatsächlich nur in diesem Kontext statt? Um es kurz zu machen: Die Antwort lautet „NEIN“. Die VR Technik wird vielerorts bereits eingesetzt. Ein paar Beispiele sind hierbei Automobilindustrie, Stadtführungen, etc. Genau um dieses weite Spektrum soll der Vortrag handeln. Wir nehmen Sie mit auf eine Entdeckungsreise in die sogenannte Virtuelle Realität. Wir möchten ihnen zeigen was heute bereits Möglich ist und gemeinsam mit ihnen kritisch reflektieren ob, wenn ja wie, diese junge Technik unsere Wahrnehmung und Darstellungsformen evtl. verändert.

Sebastian Pflüger ist seit nun mehr 10 Jahren in der Jugendarbeit tätig. Nach seinem Studium der Sozialen Arbeit übernahm er 2016 die Leitung der ComputerSpielSchule Karlsruhe. In diesem Kontext arbeitet er sehr in intensiv mit jungen Menschen rund um das Themengebiet der Digitalen Spiele. Durch diese Erfahrung kann er Impulse und Strömungen aus der Jugendkultur darstellen und dient als Vermittler und Bindeglied zwischen der Welt der Erwachsen und der Jugendlichen. Für dieses Thema ist er auch überregional als Referent für die Aktion Jugendschutz Baden Württemberg tätig.

WS3: Calliope Mini - So einfach kann programmieren sein!

Der »Calliope Mini« ist ein kleiner Mikrocontroller, der speziell für Bildungszwecke entwickelt wurde. Schüler ab der 3. Klasse können damit die ersten Schritte in Richtung Programmierung und Elektronik gehen. Die Besonderheit ist, dass sich sehr kreativ damit arbeiten lässt – programmiert wird ganz simpel im Browser mit einer grafischen Programmierumgebung. Mit Sensoren, Leds, Lautsprecher und Motortreiber steht gleich zu Beginn ein ganzes Arsenal an Ausdrucksmöglichkeiten zur Verfügung. Der Einstieg in die Welt des Codings könnte nicht einfacher sein, es sind keine Vorkenntnisse notwendig.

Michael Vierling studierte Musikinformatik Master an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Er unterrichtet an der Schule für Musik und darstellende Kunst in Bühl im Fach Schlagzeug. Des Weiteren ist er als freier Workshop-Referent unter anderem am ZKM (Zentrum für Kunst und Medien) Karlsruhe tätig. Michael ist im Vorstand des Karlsruher Vereins Digitale Kunstfabrik e.V. Seine Hauptinteressen liegen im Bereich Sonic Arts, in der Entwicklung von digitalen Musikinstrumenten und Klanginstallationen.

12.30-13.30 Mittagspause

13.30-15.00 WS4 / WS5 / WS6 parallel

WS4: „Instagram-Stories und YouTube-Worries“ zu Social Media – insbesondere Instagram und YouTube

YouTube und Instagram gehören zu den angesagtesten Plattformen bei Jugendlichen und sind viel mehr als nur eine Video-Plattform oder ein digitales Fotoalbum. Hier können sich junge Menschen ausprobieren, sich so darstellen, wie sie es gerne möchten, und ihren Vorbildern ganz nahe sein. An konkreten Beispielen werden in diesem Vortrag aktuelle Trends und Themen bei YouTube, Instagram und anderen Social-Media-Angeboten vorgestellt – von Influencern und Vorbildern über Selbstdarstellung, Werbung und Werbekennzeichnung bis hin zum Jugendschutz. 

Kim Beck ist Medienpädagogin und arbeitet mit Jugendlichen aller Altersgruppen in Schülerworkshops der mecodia Akademie an einem kompetenten Medienumgang. Durch ihr Magisterstudium der Kinder- und Jugendmedien bringt sie viele spannende Impulse und psychologische Hintergründe der Mediennutzung in die Arbeit als Referentin ein. Mit ihrem medienpädagogischen Fachwissen – auch zu brandaktuellen Themen wie Vorbildern und Influencer in den digitalen Medien – überzeugt sie Schüler, Lehrkräfte und Eltern gleichermaßen. Darüber hinaus ist sie Redakteurin von www.handysektor.de und als „Handysektor-Kim“ Gesicht des Projekts in Social Media.

WS 5: Generische Apps als Werkzeuge des Unterrichtens und Lernens im Unterricht 

Der Einsatz von mobilen Endgeräten (Tablets und Smartphones) verändert die Didaktik im Klassenraum – weg von der Zentrierung auf Lehrer und Tafel hin zu individualisierten und schülerzentrierten Formen des Lernens. Dabei ändert sich auch die Rolle des Lehrers vom zentralen Ansprechpartner zum Begleiter. Der Workshop vermittelt Anregungen zum Einsatz von Tablets im Unterricht und bietet Raum für Fragen. 

Dr. Kirsten Bresch ist pädagogische Referentin am Stadtmedienzentrum Karlsruhe. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind das mobile Lernen und die frühkindliche Medienbildung. 
Jörg Schumacher ist Pädagoge und leitet seit 2014 das Stadtmedienzentrum Karlsruhe. Einer seiner Arbeitsschwerpunkte ist das Lehren und Lernen mit mobilen Endgeräten.

WS6: Open Data, Open Knowledge: Wie gewinnen wir Wissen aus Daten

In diesem Workshop wagen wir gemeinsam den Einstieg in die Welt der Daten. Wir erstellen Auswertungen und Analysen aus frei verfügbaren Datenquellen, lernen wichtige Werkzeuge und Quellen für freies Wissen kennen (Open-Data-Portale, das Wikimedia-Projekt Wikidata, Frag den Staat) und verschaffen uns einen Überblick über die Gesetzeslage zu Transparenz und Informationsfreiheit. Zum Abschluss diskutieren wir Chancen und Möglichkeiten für die Arbeit mit Daten und das Vermitteln digitaler Fähigkeiten in der (Medien-)Pädagogik. Nach Hause gehen alle mit einem Werkzeugkasten für Datenanalyse und – hoffentlich – mit viel Inspiration für die eigene Arbeit. 

Kai Wieland ist mit dem Internet groß geworden und fasziniert davon, wie wir als Gesellschaft mit Technologie umgehen. Jetzt studiert er Wissenschaft-Medien-Kommunikation am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), einen interdisziplinären Studiengang der an den Schnittstellen der Medien-, Kommunikations- und Geisteswissenschaften ansetzt. Zudem berät Kai bei den netzstrategen Unternehmen zu digitaler Strategie und Zukunftsthemen. Ehrenamtlich organisiert er das OK Lab Karlsruhe, ein Bürger*innenlabor zu offenen Daten und freiem Wissen, das in Kooperation mit Initiativen und Institutionen wie etwa dem ZKM und dem Badischen Staatstheater Workshops zur Vermittlung digitaler Fähigkeiten veranstaltet.

15.00-15.30 Plenum/Abschlussrunde/Inhalte zusammenfassen/Visionen

Ab 15.00 Kaffee und Ausklang / Get together

 

Anmeldung zur Tagung

Die Anmeldung zur Tagung erfolgt per Mail an Susanne Onnen unter onnen[at]lmz-bw.de.

Wichtig: Bitte geben Sie dabei an, an welchem Workshop Sie am Vormittag und am Nachmittag teilnehmen möchten (Zwei Nennungen möglich).

 

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